
-> ÖFFENTLICH:
Dresden ist mit Fernreisezügen sehr gut erreichbar. Umsteigeknoten ist zur Zeit vor allem Dresden Hauptbahnhof.
Die EC und IC der Linie (Hamburg-)Berlin-Dresden-Prag(-Wien) halten alle auch in Bad Schandau und Děčín.
Der Flughafen Dresden-Klotzsche wird direkt von der S-Bahn 2 bedient, die halbstündlich bis Dresden Hauptbahnhof
(umsteigen in die S1) und wochentags in den Hauptverkehrszeiten auch bis Pirna (umsteigen in Regionalbus oder S1) verkehrt.
Im Elbtal fährt die S-Bahn Linie 1 halbstündlich
zwischen Meißen, Dresden, Pirna, Königstein und Schandau, mindestens stündlich auch weiter bis Schmilka - Schöna.
Der Takt wird zu bestimmten Tages-, Wochen-, bzw. Jahreszeiten auf halbstündlich verstärkt (v.a. in der Sommersaison),
außerdem verkehrt die Regionalbahn zwischen Schandau und Děčín (s.u.).
An Wochenenden und Feiertagen im Sommerhalbjahr verkehren wenige Verstärkerzüge
zusätzlich zum Halbstundentakt vormittags von DD Hbf nach Schöna und nachmittags zurück nach DD Hbf.
Die S1 hält an allen Stationen, also in Pirna, Obervogelgesang, Wehlen, Rathen, Königstein,
Schandau, Krippen, Schmilka und Schöna.
Von Schandau aus verkehrt eine Regionalbahn durchs
Sebnitztal über Sebnitz nach Neustadt (und weiter über Stolpen nach Pirna). Von den Haltepunkten
Porschdorf und Kohlmühle kann man wunderbar die Ochel, den Brand und das Sebnitztal erwandern.
Außerdem fährt von Bad Schandau zweistündlich eine Regionalbahn nach Děčín und zurück.
Diese hält unterwegs an allen Station und bietet perfekten Einstieg zu den linkselbischen böhmischen Elbtal-Gipfeln.
An Wochenenden gibt es sogar einen Regionalexpress für Dresdner Ausflügler: früh vom Hbf nach Děčín
und nachmittags zurück (hält nicht überall). Von allen Bahnhöfen
und Haltepunkten entlang der Elbe auf deutscher Seite (außer Obervogelgesang) gibt es
Fähren über den Fluss. In Tschechien gibt es die Autofähre in Dolní
Žleb -> Fahrzeiten. Von den Bahnhöfen Pirna,
Königstein, Schandau und Děčín (- das natürlich leider nicht im VVO liegt) gibt es
gute Busverbindungen ins Gebiet.
Auf der Seite des
Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO)
findest du das Liniennetz der Region sowie eine Fahrplanauskunft. Die Fahrkarten gelten tarifzonenweise
und in allen Nahverkehrsmitteln (außer auf den Fähren in Rathen und Schöna - Hřensko sowie in der
Kirnitzschtalbahn).
Bitte sei auch mal vernünftig und lass deine stinkende teure Kiste zu Hause stehen.
Die recht guten Busverbindungen in der sächsischen Schweiz gibt es auch nur, solage sie genutzt werden!
Die wirtschaftliche Sinnlosigkeit eines Autos besonders für Städter ist dir hoffentlich selber bewusst.
Aber du hast recht: Irgendwo muss der Staat doch seine Steuern herbekommen. Von mir jedenfalls nicht :]
-> MIT DEM FAHRRAD:
Direkt an der Elbe gibt es einen internationalen Fahrradfernwanderweg, den
Elberadweg. Er verläuft zwischen Dresden und Děčín linkselbisch (ab Pirna entlang
der Bahnlinie). Nur zwischen Königstein und Schandau wechselt er die Seite (in Königstein
mit der Fähre, in Schandau über die Brücke oder vom Elbkai mit der Fähre nach Krippen).
Ab einem Elbepegel
von etwa 4,70 Metern ist der Elberadweg in Obervogelgesang nicht mehr befahrbar und dort gibt es auch keine
Ausweichmöglichkeit. Ab einem Pegel von über 5 Metern gibt es dann auch an einigen anderen Stellen nasse Pedale :)
Rechtselbisch ist die Anliegerstraße Pirna-Posta - Wehlen - Rathen sehr angenehm zu fahren.
Zwischen Rathen und Königstein-Halbestadt allerdings gibt es nur einen schlechten Feldweg.
Abseits öffentlicher Straßen ist es im Nationalpark nicht erlaubt, Fahrrad zu fahren. Es gibt nur wenige
Ausnahmen, sogenannte Radrouten im Nationalpark. Diese sind auf der Webseite des
Nationalparkes beschrieben.
Radwegekarte im Nationalpark
Wirklich unschön zum Radfahren sind die B172 zwischen Königstein und Schandau und die
Staatsstraße zwischen Schandau und Sebnitz. Zwischen Pirna-Sonnenstein und Struppen-Siedlung
ist die B172 für Radfahrer schlicht verboten
(per StVO Zeichen 275 'Vorgeschriebene Mindestgeschwindigkeit 40km/h').
Fahre hier über Ebenheit - Struppen (- Thürmsdorf).
Wenn du dich mit der Routenwahl schwer tust, schreibe eine
Mail an mich, ich helfe dir gern weiter.
-> MIT DEM AUTO:
A17 und/oder B172(a) bis Pirna. Von dort die B172 Richtung Königstein, Bad Schandau,
Schmilka, Děčín. Nach rechts und links zweigen Straßen ins Gebiet ab. In Schandau
beginnt die Straße ins Kirnitzschtal. Von Pirna kannst du auch über Lohmen fahren: zur Bastei,
nach Rathen, Schandau oder nach Hohnstein (- Sebnitz). Nach Wehlen, Thürmsdorf, Weißig, Rathen gelangst
du über Struppen. Beachte auch das aktuelle Straßenbaugeschäft ;) - z.B. auf der Startseite.
Wie es auf den Straßen in und um Dresden im Augenblick fährt oder steht kannst du mit Webcams bei
Intermobil.org beobachten.
Parkplätze sind fast überall rar. Besonders eng geht es z.B. in Hohnstein, im Kirnitzschtal, in Rathen,
Pfaffendorf oder in Schmilka zu. Es sei denn du bezahlst gern ein paar Euronen Gebühr, läufst ein Stück weiter
und/ oder kennst die geheimen Ecken. Manchmal soll es sogar sinnvoller sein, mit dem Zug zu fahren...
-> VERWIRRT?
Schreib mir eine Mail, ich helfe dir gern weiter.
Das Elbsandsteingebirge ist eine Sedimentscholle, in die sich die Elbe und ihre Nebenflüßchen (zum Beispiel Kamenice,
Kirnitzsch, Polenz, Biela und Wesenitz) hinein gefressen haben. Die bis zu 400m starken Sedimentschichten wurden in einem gegen
Ende der Unteren Kreide hierher vorgedrungenen Meeeresarm abgelagert. In der Oberen Kreide (vor ca. 100 - 65 Mio Jahren) entstand daraus
das Elbsandsteingebirge. Die resultierenden Quadersandsteine besitzen ungefähr senkrecht aufeinanderstehende Klüfte, was die
blockige Verwitterung, das Entstehen von Rissen und zum Beispiel das Herauswittern von Gipfeln und Tafelbergen begünstigte.
Die horizontale Abfolge der Sedimentierung lässt sich an vielen Stellen hervorragend beobachten: Weiche Sandschichten
verwittern schneller und hinterlassen hohle Bänder unter Überhängen oder, wenn die darüber liegenden Schichten
bereits abgestürzt oder abgetragen sind, breite Bänder entlang steiler Wände (zum Beispiel Idagrotte). Andererseits
verwittern manche Schichten besonders schlecht und bleiben als markante Bänder am Felsen stehen. Dies können Eisenbänder
oder -platten sein (zum Beispiel in der Bloßstock-Norwand), aber auch feste, meist kieselige Sandsteinschichten. Ein besonders
schönes Beispiel dafür ist das schöne, griffarme Kieselband am Ausstieg vieler Bielatalwände.
Dem Sandstein eigen und im Elbsandstein gut ausgebildet sind seine vielfältigen Verwitterungsformen im Detail. Waben, Risse,
Löcher, Sanduhren, Rippen, Bänder und mehr machen das Klettern sehr abwechslungsreich und sind auch einfach wunderschön
anzusehen.
Im Laufe der Bruchschollenbewegungen, die die mitteleuropäischen Mittelgebirge herausbildeten, wurde auch das Elbsandsteingebirge
schräg gestellt. Die Schräge kann man gut an der Linie Sněžnik - Pirna erkennen. Am Elblauf kann man auch gut die Abnahme
der Felswandhöhe in Richtung Pirna erkennen. Der Sněžnik (Hoher Schneeberg) ist mit 722m die höchste Erhebung des
Elbsandsteines. Durch die Bewegungen der Bruchschollen und insbesondere durch den seitlichen Druck von Lausitzer
und Erzgebirgsplatte wurde durch die resultierenden Spannungen die senkrechte Klüftung stark
begünstigt. Wahrscheinlich ist dadurch die Entstehung freistehender Felstürme in der jetzigen
Art und Zahl überhaupt erst möglich geworden.
An einigen Stellen sind Vulkane durch die anstehenden Gesteine (so auch die Sedimente des Elbsandsteines)
gebrochen und haben markante Kegel ("-berge", im Gegensatz zu den Tafelbergen,
die heißen "-steine") gebildet, wie Hausberg, Raumberg, Růzak (Rosenberg) oder die beiden Winterberge. In deren Nähe
und an den Grenzen zu den Nachbargebirgen, vor allem an der sogenannten Lausitzer Überschiebung haben die Sandsteine oft eine
höhere Festigkeit erreicht, was man auch an der schlechteren Verwitterung, vor allem aber beim Klettern erkennen kann.
sollen hier folgen.